Was Leadscraper ist – und was nicht
Bevor du mit Leadscraper arbeitest, lohnt sich ein klarer Blick darauf, was hier eigentlich passiert. Leadscraper funktioniert anders als die meisten Tools, die du im B2B-Umfeld kennst. Wenn du verstehst, warum das so ist, holst du deutlich mehr heraus – und verstehst auch, warum die ersten Treffer mit der Zeit immer besser werden.
Kurz gesagt: Leadscraper ist kein Datenbank-Zugang und keine fertige Liste. Es ist ein spezialisierter Recherche-Agent, der für jede Suche neu nachdenkt, live recherchiert und jeden einzelnen Treffer für dich bewertet.
Was Leadscraper nicht ist
Damit die Erwartung von Anfang an stimmt, hier die ehrliche Abgrenzung.
Kein Datenbank-Scraper. Tools wie Apollo, ZoomInfo oder Cognism arbeiten mit einer riesigen, vorab eingesammelten Datenbank. Du filterst dich durch Millionen statischer Datensätze, die irgendwann einmal gecrawlt wurden – oft Monate alt. Leadscraper hat keinen solchen Vorrat. Jede Suche ist eine frische Recherche im aktuellen Web.
Keine gekaufte Lead-Liste. Du bekommst keine eingekaufte Adressliste, die hunderte andere Leute parallel auch bekommen haben. Jeder Run ist auf deine konkrete Anfrage zugeschnitten und läuft neu.
Kein generisches „AI-Search-Tool". Es geht nicht darum, dass „eine KI mal eben das Internet durchsucht". Hinter jedem Run steckt ein strukturierter Ablauf: erst ein Plan, dann die Suche, dann eine einzelne Bewertung jedes Treffers.
Kein stures Filtertool. Du klickst dich nicht durch Dropdown-Menüs und Häkchen. Du beschreibst in normalen Worten, wen du suchst – und das System übersetzt das in eine Suchstrategie.
Was Leadscraper ist: drei Säulen
1. Ein Researcher, der erst denkt, dann sucht
Wenn du eine Anfrage absendest, startet Leadscraper nicht sofort wahllos eine Websuche. Stattdessen plant das System zuerst eine Strategie.
Konkret läuft jeder Run in mehreren Phasen:
- Planung – Das System liest deine Anfrage (Unternehmensart, Region, Ansprechpartner) und entwickelt einen Plan: Welches Ziel hat die Suche? Welche Strategie passt? Welche Branchenverzeichnisse, Kammern oder Verbands-Register sind die richtigen Quellen? Welche Suchbegriffe führen zum Ziel?
- Suche – Erst dann beginnt die eigentliche Recherche im offenen Web, über Maps und über die geplanten Verzeichnisse.
- Anreicherung – Gefundene Firmen werden besucht: Webseite, Impressum, Kontaktseiten, Team-Seiten. Daraus werden strukturierte Felder extrahiert – Firma, Rechtsform, Standort, Ansprechpartner, Kontaktwege.
- Bewertung – Jeder einzelne Kandidat wird gegen deine Anfrage geprüft.
Das Besondere: Du siehst diesen Denkprozess live mit. Während ein Run läuft, erscheinen im Aktivitäts-Stream Schritte wie:
- „Plane Suchstrategie…"
- „Ziel: [konkretes Ziel der Suche]"
- „Strategie: [gewählte Vorgehensweise]"
- „Überlegung: [warum das System so sucht]"
- „⭐ Kuratierte Quelle: [z. B. ein Branchenverband]"
- „💡 Eigener Vorschlag: [eigenständig gefundene Quelle]"
So ist nachvollziehbar, warum die Suche so läuft – kein Blackbox-Gefühl.
2. Es lernt mit deinem Feedback
Leadscraper wird mit jeder Bewertung besser, die du abgibst. Nach jedem Run siehst du deine Treffer und kannst unpassende Leads ablehnen:
- „Passt nicht" (ablehnen) — wenn der Lead nicht passt, wählst du diesen Button und gibst optional einen Grund oder Kommentar an (z. B. falsche Branche, falsche Rolle).
- Weiterverarbeiten (implizit akzeptieren) — Leads, die du nicht ablehnst und stattdessen durch die Pipeline ziehst, gelten automatisch als passend. Es gibt kein separates Positiv-Voting.
Dieses Feedback wird gespeichert und fließt in die nächsten Suchen ein. Es entstehen Muster: Welche Art von Firmen lehnst du konsequent ab, welche verarbeitest du weiter? Diese Muster steuern dann das Reasoning im nächsten Run.
Der Lerneffekt ist gestaffelt:
Stufe | Bewertungen | Was passiert |
|---|---|---|
Cold Start | unter 10 | Das System sammelt erste Signale. Trefferquote anfangs typischerweise rund 60–70 %. |
Aktiv | ab 10 | Personalisierung schaltet sich ein. Akzeptanz- und Ablehnungs-Muster fließen ins Reasoning. |
Kalibriert | ab 25 | Die Muster bekommen mehr Gewicht – Trefferquote oft im Bereich 85–90 %. |
Reif | ab 50 | Die gelernten Muster wirken fast wie feste Regeln, Trefferquote häufig über 90 %. |
Das heißt für dich: Die ersten Runs sind die Trainingsphase. Wer am Anfang konsequent bewertet, hat danach spürbar schärfere Ergebnisse. Mehr dazu im Artikel „Wie Leadscraper aus deinem Feedback lernt".
3. Genau die passenden Leads – nicht möglichst viele
Leadscraper liefert pro Suche bis zu 10 Leads. Das ist bewusst so. Die Idee ist nicht, dich mit Hunderten Adressen zu überschütten, von denen die meisten nicht passen. Stattdessen wird jeder dieser Treffer einzeln geprüft, bevor er bei dir landet.
Die Bewertung läuft pro Lead über ein eigenes Reasoning. Das Ergebnis ist eine von mehreren Einstufungen:
- Treffer – klar passend, wird ausgeliefert.
- Möglicher Treffer – passt wahrscheinlich, aber nicht zu 100 % bestätigt. Solche Leads bekommen einen kurzen Hinweis (Caveat), der erklärt, was noch unsicher ist – damit du selbst einschätzen kannst.
- Kein Treffer – wird aussortiert und gar nicht erst angezeigt.
Jeder ausgelieferte Lead kommt außerdem mit einer kurzen Begründung, warum er passt, sowie mit Angaben wie Branche, Standort, geschätzter Mitarbeiterzahl und Ansprechpartnern. Qualität vor Quantität.
Woher die Daten kommen
Leadscraper greift auf drei Arten von Quellen zu – live, bei jedem Run neu:
- Das offene Web. Eine Google-basierte Suche findet aktuelle Kandidaten zu deiner Anfrage.
- Deutsche Branchenverzeichnisse und Verbands-Register. Hier liegt die eigentliche Tiefe: kuratierte Quellen wie branchenspezifische Verbände, Kammern, Innungen und Verzeichnisse. Genau das, was eine generische Datenbank nicht hat.
- Die Webseiten der Firmen selbst. Impressum, Über-uns-, Kontakt- und Team-Seiten werden ausgewertet, um Ansprechpartner und Kontaktdaten zu finden. Auch das Handelsregister wird zur Firmenvalidierung herangezogen.
Weil jeder Run eine echte Live-Recherche ist, sind die Daten so frisch wie das Web im Moment der Suche – nichts Vorgespeichertes, nichts Veraltetes.
So holst du das Beste heraus
Das Erfolgsprinzip lautet: breit starten, trainieren, dann spezialisieren.
- Breit starten. Beginne mit einer Anfrage, die nicht zu eng ist. So bekommt das System genug Material, um deine Vorlieben zu erkennen.
- Bewerten. Lehne bei den ersten Runs unpassende Leads mit „Passt nicht" und einem Grund ab. Genau daraus lernt Leadscraper.
- Spezialisieren. Mit jedem Run kannst du deine Anfrage verfeinern (z. B. „Faltschachtelhersteller in NRW, Einkäufer"). Diese Verfeinerung wird zur Laufzeit interpretiert und fließt direkt in den nächsten Run ein – ohne dass dein Grundprofil dauerhaft verändert wird.
Optional kannst du im ersten Schritt auch deine eigene Website hinterlegen. Leadscraper analysiert sie dann und versteht besser, was du anbietest und für wen – das hilft bei der Einschätzung, warum ein Lead zu dir passt.
Häufige Fragen
Bekomme ich immer dieselben Firmen, wenn ich dieselbe Suche wiederhole?
Nein. Bereits gelieferte Firmen werden gemerkt und in folgenden Runs übersprungen, damit du keine Dubletten bekommst. Jeder Run bringt neue Kandidaten.
Wie viele Leads liefert eine Suche?
Pro Suche bis zu 10 – jeder davon einzeln geprüft.
Warum sind die ersten Ergebnisse manchmal noch nicht perfekt?
Weil das System dich am Anfang noch kennenlernt. In der Cold-Start-Phase liegt die Trefferquote typischerweise bei 60–70 %. Mit deinem Feedback steigt sie über die nächsten Runs deutlich an.
Welche Länder werden abgedeckt?
Der Fokus liegt klar auf dem DACH-Raum: Deutschland, Österreich und die Schweiz. Genau dort liegt auch die Stärke der spezialisierten Verbands- und Branchenquellen.
Kann ich meine Treffer exportieren?
Ja – Leads, die du weiterverarbeitet hast (und damit als passend gilt), kannst du als CSV oder Excel-Datei herunterladen. Details dazu findest du im Artikel „Leads exportieren".
Was passiert mit meinem Feedback und meinen Daten?
Deine Vorlieben und Bewertungen sind deinem Account zugeordnet und auf Anfrage löschbar. Wie das im Detail geregelt ist, erklärt der Artikel zum Thema Datenschutz.
Kurzfassung: Leadscraper ist ein spezialisierter Lead-Researcher, der für jede Suche neu denkt, live im DACH-Web und in Branchenquellen recherchiert, jeden Treffer einzeln bewertet und mit deinem Feedback immer präziser wird. Keine Datenbank, keine fertige Liste – sondern Recherche, die zu dir passt und mit dir besser wird.
Aktualisiert am: 23/06/2026
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