Was ein Lead enthält, exportieren & Doppelungen vermeiden
Jeder Lead, den Leadscraper liefert, ist mehr als ein Firmenname mit Telefonnummer. Dahinter steckt eine Recherche: Leadscraper plant erst eine Suchstrategie, durchsucht dann das offene Web plus deutsche Branchenverzeichnisse und Verbands-Register, lädt jede Firmen-Website nach und bewertet anschließend jeden einzelnen Treffer gegen deine Suche. Was am Ende als Lead in deiner Liste steht, ist das Ergebnis dieser Kette.
Dieser Artikel zeigt dir drei Dinge: was in einem Lead steckt, wie du akzeptierte Leads als CSV oder XLSX exportierst, und wie Leadscraper Doppelungen verhindert – und wie du dabei mithilfst.
Was ein Lead enthält
Ein Lead bündelt drei Ebenen: die Firma, die Ansprechpartner und die Bewertung von Leadscraper. Jede einzelne Information stammt aus einer nachvollziehbaren Quelle (Impressum, Handelsregister, Über-uns-Seite, News usw.) – Leadscraper merkt sich pro Feld, woher der Wert kommt und wie sicher er ist.
Firmen-Ebene
- Firmenname und, wo öffentlich auffindbar, Rechtsform, Handelsregister-Nummer und Gründungsjahr
- Branche / Sektor – die Klassifizierung, die Leadscraper für die Firma ermittelt hat (inklusive Einordnung, ob es sich z. B. um eine Agentur oder einen Händler statt um den operativen Anbieter handelt)
- Standort: Straße, PLZ, Stadt, Region
- Unternehmensgröße: Mitarbeiter-Schätzung als Spanne
- Firmen-Kontaktdaten: zentrale E-Mail-Adresse und Telefonnummer
- Web-Daten: Website und, wo vorhanden, Social-Media-Profile
- Deutsche Verifikations-Signale: ob ein Impressum verifiziert wurde, Meisterbetrieb, Innungsmitgliedschaft, ISO-Zertifizierungen
Ansprechpartner-Ebene
Pro Lead können mehrere Ansprechpartner hinterlegt sein. Für jede Person erfasst Leadscraper – soweit öffentlich auffindbar:
- Name und Rolle (z. B. Geschäftsführer, Inhaber, Einkauf)
- E-Mail und, falls vorhanden, Telefon und LinkedIn/Xing
- eine Einordnung der Erreichbarkeit: Ist es ein direkt verifizierter Entscheider mit eigener E-Mail, ein Entscheider über die Zentrale, oder ein Backup-Kontakt? Diese Einstufung beeinflusst die Bewertung (siehe unten).
Wenn Leadscraper auf einer Firmen-Website ein konsistentes E-Mail-Muster erkennt (z. B. vorname.nachname@firma.de, abgeleitet aus mehreren echten Adressen), kann es daraus beim Export eine wahrscheinliche Adresse für einen Ansprechpartner zusammensetzen. Solche Adressen werden klar als „vermutet" mit Prozent-Angabe markiert – nie als gesicherte Adresse ausgegeben.
Bewertungs-Ebene
Das ist der Teil, den eine gekaufte Liste nicht hat. Zu jedem Lead gehört:
- Die Begründung – ein kurzer Absatz, warum dieser Lead zu deiner Suche passt. Das ist die Einschätzung, die Leadscraper pro Lead trifft.
- Ein Unsicherheits-Hinweis bei Leads, die wahrscheinlich passen, aber nicht zu 100 % bestätigt sind. Diese erkennst du im Ergebnis an einem gelben Hinweis-Badge. Du bekommst sie ausgeliefert, damit du selbst entscheiden kannst – mit dem ehrlichen Vermerk, warum noch ein Restzweifel bleibt.
- Ein Akquiseplan bei vielen Leads: Firmenüberblick, Chancen, Risiken, ein empfohlener Kanal-Mix und ein fertiger Nachrichten-Entwurf, den du direkt kopieren kannst.
Pro Suche liefert Leadscraper bis zu 10 Leads. Es sind die, die nach der Bewertung übrig bleiben – nicht die ersten 10 Treffer. Lieber zehn passende als hundert, die du selbst durchklicken musst.
Verwandter Artikel: So findest du die richtigen Leads (Suche richtig formulieren) – wenn du das Maximum aus jedem Run holen willst.
Leads bewerten: die Grundlage für Export und Lernen
Bevor du exportierst, bewertest du. In der Ergebnis-Ansicht markierst du jeden Lead mit „Passt" oder „Passt nicht". Bei „Passt nicht" wählst du einen Grund – das ist der wichtigste Hebel, um Leadscraper auf deine Zielgruppe zu trainieren.
Die Gründe, die zur Auswahl stehen:
Grund | Wann du ihn wählst |
|---|---|
Falsche Branche | Das Geschäftsfeld wurde falsch erkannt |
Falsche Unternehmensgröße | Zu klein, zu groß oder Konzern statt Mittelstand |
Falscher Standort | Sitz / Bundesland passt nicht zur Suche |
Falscher Ansprechpartner | Person oder Rolle ist nicht der Entscheider |
Kein Operator | Agentur, Vermittler oder Bauträger statt operativem Anbieter |
Falsche Eigentümer-Struktur | Konzern-Tochter statt Familienunternehmen, falsche Rechtsform o. ä. |
Kein erkennbarer Bedarf | Keine Trigger-Events, keine offenen Stellen, kein Wachstumssignal |
Kennen wir schon | Bereits im CRM oder schon einmal kontaktiert |
Falsche Daten | Adresse, Name oder Kontaktinfo stimmt nicht |
Anderer Grund | Freitext – schreib kurz, warum |
Warum das zählt: Ab 10 Bewertungen beginnt Leadscraper, Muster aus deinem Feedback zu erkennen, und nutzt sie in der nächsten Suche. Die Genauigkeit wächst stufenweise mit – ein realistischer Verlauf:
- Cold Start (unter 10 Bewertungen): rund 60–70 % Treffer. Leadscraper arbeitet noch breit.
- Ab 25 Bewertungen: kalibriert, typischerweise 85–90 %.
- Ab 50 Bewertungen: ausgereift, über 90 % – deine Muster wirken im Reasoning fast wie feste Regeln.
Deshalb lohnt es sich, breit zu starten und konsequent zu bewerten, statt von Anfang an extrem eng zu suchen. Du trainierst dir deine Zielgruppe an.
Verwandter Artikel: So trainierst du Leadscraper auf deine Zielgruppe – mehr zu Bewertungen, Mustern und Genauigkeit.
Leads exportieren
Was exportiert wird
Du exportierst genau die Leads, die du mit „Passt" markiert hast. Das ist Absicht: Der Export ist deine kuratierte Liste, nicht der Rohbestand. So landet nichts Ungeprüftes in deinem CRM.
So gehst du vor
- Öffne die Lead-Liste deines Profils.
- Stell den Filter oben auf „Passt". Der Export-Button bezieht sich immer auf diese gefilterte Ansicht.
- Klick auf Exportieren und wähle das Format.
Der Button zeigt dir direkt, wie viele Leads exportiert werden (z. B. „14 Leads exportieren"). Steht der Filter noch nicht auf „Passt", weist dich Leadscraper darauf hin, zuerst dorthin zu wechseln – damit du nur deine bestätigten Leads ziehst.
Formate
Es gibt zwei Formate:
- CSV – universell, öffnet sich in jedem Tabellen-Tool und lässt sich überall importieren. Die Datei ist UTF-8-codiert, damit Umlaute auch in Excel korrekt erscheinen.
- XLSX (Excel) – fertig formatierte Excel-Datei mit passenden Spaltenbreiten.
Die Spalten
Beide Formate enthalten dieselben Spalten – bewusst schlank gehalten, damit jede Spalte verlässlich gefüllt ist und 1:1 zu dem passt, was du in der Liste siehst:
Spalte | Inhalt |
|---|---|
Firma | Firmenname |
Profil | Name deines Such-Profils |
Branche | Klassifizierung der Firma |
Stadt | Stadt |
Unternehmens-E-Mail | Zentrale E-Mail der Firma |
Unternehmens-Telefon | Zentrale Telefonnummer |
Ansprechpartner | Name des Kontakts |
Rolle | Funktion / Position |
persönliche E-Mail des Kontakts | |
E-Mail-Quelle |
|
Hat ein Lead mehrere Ansprechpartner, bekommst du eine Zeile pro Person – die Firmen-Daten wiederholen sich, der Kontakt-Teil variiert. So kannst du die Liste direkt für personalisierte Outreach nutzen.
Die Spalte „E-Mail-Quelle" ist deine Vertrauens-Anzeige für die Adresse: direkt heißt, die Adresse wurde so gefunden; vermutet (85 %) heißt, sie wurde aus dem erkannten E-Mail-Muster der Firma zusammengesetzt – mit der angegebenen Verlässlichkeit.
Vollständiger Datenexport (DSGVO)
Neben dem Lead-Export gibt es in den Konto-Einstellungen einen vollständigen Datenexport. Der gibt dir als JSON alles, was unter deinem Konto gespeichert ist – deine Leads, deine Such-Läufe, deine Bewertungen und mehr. Das ist der Export für Auskunfts- und Mitnahme-Zwecke nach DSGVO, nicht für die tägliche Arbeit mit Leads.
Doppelungen vermeiden
Niemand will dieselbe Firma zweimal anschreiben. Leadscraper verhindert Doppelungen automatisch auf mehreren Ebenen – und du kannst ihm zusätzlich deine bestehenden Kunden mitgeben, damit die gar nicht erst auftauchen.
Was Leadscraper automatisch macht
- Keine Dubletten innerhalb eines Profils. Leadscraper merkt sich pro Such-Profil, welche Firmen es dir schon geliefert hat – anhand der Domain. Innerhalb desselben Profils bekommst du dieselbe Firma kein zweites Mal, auch über mehrere Läufe hinweg.
- Keine Dubletten innerhalb eines Laufs. Auch wenn dieselbe Firma in einem Durchlauf über mehrere Quellen auftaucht, wird sie nur einmal ausgeliefert.
- Filialen & Mutterkonzerne. Erkennt Leadscraper über das Handelsregister, dass mehrere Standorte zur selben Muttergesellschaft gehören (z. B. Filialketten), werden sie zusammengeführt statt einzeln ausgespielt.
- Personen-Dubletten. Auch auf Kontakt-Ebene wird normalisiert – Umlaut-Schreibweisen und Titel-Zusätze wie „Dipl.-Ing." führen nicht dazu, dass dieselbe Person doppelt erscheint.
Was du selbst tun kannst
Deine bestehenden Kunden kennt Leadscraper zunächst nicht – aber du kannst sie ihm auf zwei Wegen mitgeben:
1. Bestandskunden einmal hochladen (empfohlen). In deinen Kontoeinstellungen gibt es eine Bestandskunden-Liste. Füge dort die Domains (oder ganzen URLs) deiner bestehenden Kunden und Leads ein – eine pro Zeile oder durch Komma/Leerzeichen getrennt, bis zu 10.000 Einträge. Leadscraper normalisiert sie automatisch (Protokoll, www und Pfade werden entfernt). Diese Firmen werden danach in allen deinen Suchen automatisch übersprungen – sie tauchen gar nicht erst in den Ergebnissen auf und kosten keinen Credit. Am einfachsten exportierst du die Domains deiner Kunden aus deinem CRM und fügst sie hier ein; eine Änderung gilt sofort für den nächsten Lauf.
2. Einzelne Nachzügler markieren. Rutscht doch mal eine bekannte Firma durch, markier den gelieferten Lead mit „Passt nicht → Kennen wir schon". Damit fällt er aus deiner Export-Liste – und diese Markierung verzerrt deine Trefferquote nicht (sie zählt als neutral, nicht als echtes „passt nicht").
Dieselbe Firma in mehreren Profilen
Wichtig zu verstehen: Die Domain-Dedup wirkt pro Profil. Wenn du zwei verschiedene Such-Profile betreibst (etwa „Bio-Bäckereien Bayern" und „Lebensmittelhandwerk München"), kann dieselbe Firma in beiden auftauchen, sofern sie zu beiden Suchen passt. Das ist gewollt – in jedem Profil ist sie ein eigenständiger, relevanter Treffer. Wenn du das in einem der Profile nicht willst, markier sie dort mit „Kennen wir schon".
Häufige Fragen
Wie viele Leads bekomme ich pro Suche?
Leadscraper liefert pro Suche bis zu 10 bewertete Leads. Es sind die, die nach der Recherche und Bewertung übrig bleiben – Qualität vor Menge. Willst du mehr, starte weitere Läufe oder verfeinere die Suche.
Was passiert mit Leads, die ich abgelehnt habe – sind die weg?
Nein. Abgelehnte Leads bleiben in deiner Liste sichtbar (Filter „Passt nicht") und dienen als Lern-Signal. Nur in den Export gehen sie nicht.
Kann ich auch ungeprüfte Leads exportieren?
Der Export ist auf bewertete „Passt"-Leads ausgelegt – das hält deine Outreach-Liste sauber. Geh die Leads kurz durch und markier, was passt; dann hast du in einem Schritt eine kuratierte Datei.
Warum steht bei manchen E-Mails „vermutet"?
Wenn keine persönliche Adresse direkt auffindbar war, aber das E-Mail-Muster der Firma klar erkennbar ist, leitet Leadscraper eine wahrscheinliche Adresse ab. Die Prozent-Angabe sagt dir, wie verlässlich das Muster ist. Direkt gefundene Adressen tragen direkt.
Wie verhindere ich, dass ich Bestandskunden anschreibe?
Am besten lädst du die Domains deiner Bestandskunden einmal in den Kontoeinstellungen unter Bestandskunden-Liste hoch – dann werden diese Firmen in allen Suchen automatisch ausgeschlossen, ganz ohne Credit-Kosten. Einzelne Nachzügler markierst du zusätzlich mit „Kennen wir schon".
Welche Länder deckt Leadscraper ab?
Der Fokus liegt auf dem DACH-Raum: Deutschland, Österreich und die Schweiz – mit besonderer Tiefe bei deutschen Kammern, Verbänden und Zertifizierungen.
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Aktualisiert am: 08/06/2026
Danke!
